Senioren-Sommerfest - eine gelungene
Sache
Von
Rolef Wagner, Mitglied unseres Ortsverbandes
Der Vorstand des
Bernauer Seniorenverbandes hatte zum diesjährigen Sommerfest im Rahmen
der Seniorenwoche auf den Landhof Liepe eingeladen. Es war ein voller
Erfolg, zu dem man die Organisatoren nur beglückwünschen kann.
Nach der Busfahrt,
über Biesenthal und Eberswalde, trafen bei schönstem Sonnenschein die
über 100 Mitglieder und Gäste auf dem einstigen Landgut der königlichen
Oberförsterei zu Potsdam in Liepe ein. Die ländliche Atmosphäre und der
niveauvoll gestaltete Erlebnishof mit Restaurant, Hofterrasse,
Scheunenladen, Festscheune u.a. ließen gleich ein Gefühl des Wohlseins
aufkommen. Hoch auf dem Mast begrüßten auch Störche die Gäste.
Nachdem alle
Senioren in der von Feldsteinmauern und rustikaler Dekoration geprägten
Festscheune Platz genommen hatten, wurden sie vom Vorsitzenden Joachim
Klein und dem Leiter des Landhofes, Herr Scherpelz, begrüßt.
Von freundlicher
Musik begleitet wurden der selbstgebackene Kuchen und der Kaffee
genossen.

Nun kam die Zeit
der Märkischen Musikanten unter der Leitung des Herrn Hurdeley. Die
beiden im modernen Dirndlkleid auftretenden Sängerinnen Katharina und
Ines sorgten jetzt mit gerade für die ältere Generation bekannten
Liedern, mit Tanz und Kontakt zu den Gästen für eine tolle Stimmung.
Bei Tanz, Bewegung,
Unterhaltung, Besichtigung und Einkauf im Scheunenladen verging die Zeit
sehr schnell.

In einer Pause vor
dem Abendessen erläuterte Herr Scherpelz den Sinn dieser Einrichtung,
der EJF-Lazarus gemeinnützigen AG, den weiteren Ausbau im Rahmen der
evangelischen Fürsorge mit Werkstätten für physisch belastete
Jugendliche, auch als deutsch - polnische Begegnungsstätte und als
Möglichkeit für Feiern jeder Art mit bis zu 220 Personen. Das Angebot an
Getränken und Speisen war reichlich und vielseitig (zurzeit ist die
Speisekarte natürlich vom Spargelessen in vielen Varianten geprägt). Ein
besonderes Lob gilt auch dem Service-Personal. Alle Bestellungen wurden
freundlich aufgenommen, schnell erledigt und am Ende über Bestellzettel
abgerechnet. Das reichlich angebotene Abendmenü war große Klasse,
stilvoll dargeboten und sehr schmackhaft.
Mit Tanz und
eigenen Liedertexten der
Märkischen Musikanten, wie:
„Kannst du
mir bis morgen etwas Kleingeld borgen.
Sollte es nicht möglich sein, nehm ich auch
´nen großen Schein."
ging es
stimmungsvoll weiter.
Für diese wirklich
gelungene, schöne und niveauvolle Seniorenveranstaltung möchten wir den
Organisatoren und dem Personal des Erlebnishofes herzlichen Dank sagen.
Ein Dank auch den
Busfahrern, die mit der abschließenden Heimfahrt durch die wunderschöne
Oderlandschaft, entlang am Schiffshebewerk, durch Nieder- und Hohenfinow,
Trampe, Klobbicke und Tuchen dem Nachmittag einen krönenden Abschluss
gaben.

Nazi-Aufmarsch
in Bernau verhindert
Von Henry Jäger, Mitglied unseres Ortsverbandes
Am
29.Mai 2010 beteiligten sich zahlreiche Mitglieder unseres Ortsverbandes
- nach einer Kundgebung mit Blumenehrung an den Stolpersteinen in Bernau
für 1942 durch die Nazis deportierte und dann ermordete jüdische
Mitbürger unserer Stadt - an der Blockade der Initiative "Brandenburg
Nazifrei" gegen den beabsichtigten Nazi-Aufmarsch der "Kameradschaft
Märkisch Oder Barnim (KMOB)". Dieser Aufmarsch und eine Kundgebung in
Bernau sollten der Auftakt einer Reihe rechtsextremer Aktionen in den
Kreisen Barnim und Märkisch - Oderland sein. Bis zum 10. Juli, so
lautete die Ankündigung der KMOB, sollte an jedem Sonnabend in einer
anderen Stadt der beiden Kreise demonstriert werden.
Diesem Ansinnen
wurde unter dem Motto "Kein Ort für rechte Propaganda", "Kein Ort für
Neonazis" und "Ber-nau bleibt bunt" durch das Bündnis der demokratischen
Kräfte, dem Politiker und Mitglieder demokratischer Parteien, der
Gewerkschaften, der Vereine, Jugend- und Studenteninitiativen,
Kirchengemeinden, Künstler und andere Personen angehören, entscheidend
Einhalt geboten. Nach einer mehr als zweistündigen Blockade zogen die
Nazis ab, ohne dass sie die Stadt betreten konnten.
Das einheitliche
Auftreten der Bürger Bernaus und der auch nach Bernau gekommenen
demokratischen Kräfte anderer Städte und Gemeinden zeigte Wirkung:
Am 5. Juni machte die Stadt Eberswalde das Vorhaben der KMOB für eine
Demonstration durch ein großes Volksfest zunichte, so dass die KMOB ihre
Demonstration absagte und auch weitere Demonstrationen in Städten des
Kreises Barnim abmeldete.
Auch in den Städten
des Kreises Märkisch-Oderland war der Widerstand der antifaschistischen
Kräfte gegen die neonazistischen Umtriebe sehr stark.
Am 02.07.2010
unternahm die Polizei Durchsuchungen der Wohnungen und anderer Räume der
Mitglieder dieser neonazistischen Gruppierung vor allem in
Ostbrandenburg mit dem Ziel des Verbots dieser Gruppierung wegen des
Verdachts verfassungsfeindlicher Tätigkeit. Dabei wurden Waffen und
größere Mengen Propagandamaterial beschlagnahmt. Die führenden Köpfe
dieser Gruppierung waren bereits mit Gewaltstraftaten, Volksverhetzung
sowie 69 politisch motivierten Straftaten aufgefallen. Offensichtlich um
einem Verbot zuvorzukommen, hat sich die KMOB am Tag nach der
polizeilichen Durchsuchungsaktion auf ihrer Webseite selbst als
aufgelöst erklärt.

Ziegeleipark Mildenberg, lohnt
das?
Von Doris Klein Vorstandsmitglied Kultur-Reisen
So fragten unsere
Mitglieder des BSV Bernau. Der Tag versprach sehr heiß zu werden, aber
trotzdem fuhren 39 Mitglieder unseres Verbandes am 10.06.2010 nach
Mildenberg, um den Ziegeleipark zu erkunden. Wir bestiegen die
Kleinbahn, auch der Rollator einer Teilnehmerin wurde mitgenommen, und
los ging es.

Der
freundliche Lokführer hielt an bestimmten Punkten an, erläuterte wie
früher die Produktion von Ziegeln vonstatten ging, wie sie mit dem
Schiff nach Berlin transportiert wurden. Die Arbeit war schwer schmutzig
und staubig, bei geringem Verdienst. Deshalb mussten auch ganze
Familien, d.h. Frauen und Kinder mitarbeiten. Der Arbeitstag betrug 16
Stunden. Heute kann man sich das kaum noch vorstellen. Es war dann
anschaulich mit Lichteffekten im Museum nochmals zu sehen. Ein
leuchtender Ziegel wurde von uns rund um den Brennofen getragen und
symbolisch veränderte sich sein Licht von weiß zu gelb und rotglühend.
Auf dem sehr
gepflegten Gelände ist auch ein Spiel- & Grillplatz. Ob der Hitze wollte
aber keiner die vielen Geräte ausprobieren, aber die Fähre über den See
erregte die Aufmerksamkeit und wurde doch noch mit viel Spaß bewegt.
Die Gaststätte zum
„Alten Hafen" empfing uns freundlich zum Mittagessen. Viele nahmen
danach an der Havel im Garten platz und ruhten bei Eis sowie kalten
Getränken aus.
Wenn die Rückfahrt
mit dem Bus auch einer „Saunafahrt“ gleichkam so hatte der Busfahrer
Jürgen sich bemüht es einigermaßen erträglich zu machen und die
Temperatur im Bus von 44 Grad auf 27 abgekühlt.
Alle Teilnehmer
nahmen neue Erkenntnisse von einem sehenswerten Ausflugsziel mit nach
Hause.

Barnimer Senioren in Bewegung
Kreissportfest vereinte 300 Aktive
Von Joachim Klein, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates

Rund 300 Aktive wetteiferten am 16.06.2010 im Eberswalder
Westend-Stadion um den Wanderpokal des Kreises. „Das
Kreis-Seniorensportfest, das nun schon zum 16. Mal ausgetragen wurde,
ist einer der Höhepunkte der Barnimer Seniorenwoche", freute
sich Joachim Klein über die rege Beteiligung von Senioren und
Kita-Kindern gleichermaßen. Insgesamt 29 Mannschaften gingen an den
Start.
Sie hatten mehrere Stationen zu absolvieren.
Die Vertreter aus Seefeld erreichten mit 167 Punkten das beste Ergebnis
und durften sich über den Wanderpokal des Kreises freuen.

Erstmals
nahmen von unseren Sportgruppen beim DRK Bernau zwei Mannschaften
an
diesem 16. Kreisseniorensportfest teil.
Am Mannschaftspokalkampf beteiligten sich 29 Teams. Eine unserer
Mannschaften belegte den 8. Platz, die andere den 25.
Entscheidend war das Dabeisein für
alle!
Der Start für uns war gelungen, beim nächsten Seniorensportfest sind wir
sicher wieder dabei.
Bewegung war
auch in Werneuchen angesagt. Beim StadtSeniorentag im „Annenhof“
erlebten rund 170 ältere Bürger einen erlebnisreichen Nachmittag. Ein
Kulturprogramm sorgte für Unterhaltung, die Lachmuskeln wurden
strapaziert und natürlich konnte bei viel Musik auch getanzt werden.

Eine
Fahrt in den Frühling
Von Doris Grübel, Mitglied unseres Ortsverbandes, (Beitrag für
Informationsheft 3/10)
Gibt es etwas
Schöneres als eine Dampferfahrt in den Frühling, und das bei bestem
Ausflugswetter? Die 64 Mitglieder unseres Ortsverbandes jedenfalls
waren begeistert von unserer ersten Tagestour in diesem Jahr. Immer im
Januar wird der Arbeitsplan des Ortsverbandes beschlossen, und dabei
werden auch die Halbtags- und Tagesfahrten für das Jahr benannt. Wenn
dann für den 29.April eine Schifffahrt vorgesehen ist, braucht es viel
Glück, dass das Wetter an diesem Tag auch mitspielt. Es hat mitgespielt
- und wie! Wir hatten den schönsten Tag des diesjährigen April
getroffen.

Gleich geht es aufs
Schiff
Zunächst ging die
Fahrt mit dem Bus durch frisches Grün rechts und links der Straße bis
Hennigsdorf und dort auf das Schiff "Pelikan" der Reederei Grimm &
Lindecke. Drei Stunden Wasser und herrliche Landschaft - wer das wohl
nicht in vollen Zügen genießt!
Wir lernten wieder
eine für viele neue Gegend unserer engeren Heimat kennen. Es ging die
Havel-Oder-Wasserstraße entlang bis zum Tegeler See. Wir waren erstaunt
über die vielen Abzweigungen, die Möglichkeiten, in und durch die
Berliner Mitte und weiter zu schippern, nach Spandau, zum Lehnitzsee und
weiter bis Stettin. Jeder weiß ja, dass Berlin eine wasserreiche
Umgebung hat, aber es selbst per Schiff zu erleben, ist sehr
eindrucksvoll.
Und was es alles an
den Ufern zu entdecken gibt: Wer hat schon vorher eine große
Reiher-Kolonie gesehen oder eine Biber-Burg, von Schwänen, Enten und uns
unbekannten Gänsen ganz zu schweigen.
Zur guten Stimmung
trugen auch die flotte Bedienung, das reiche Angebot an Getränken und
das schmackhafte Mittagessen bei.
Es gibt sicher
manchen aus unserer Gruppe, der eine der vielen angebotenen Fahrten
dieser Schifffahrtsgesellschaft nutzen wird, wir vielleicht im nächsten
Jahr auch.
Auf der Heimfahrt
wurde in Hennigsdorf noch ein Stopp eingelegt; wir konnten uns hier
umschauen, konnten Kaffee und Kuchen oder auch einen Eisbecher genießen,
ehe uns Klaus von der Firma Sdunek wieder sicher nach Hause brachte. Er
hat wirkliche Fahrkunst beweisen müssen bei der Fahrt zum und vom Hafen
zwischen den auf beiden Seiten geparkten Autos - der Bus passte gerade
noch hindurch.
Unseren
Organisatoren, der Schiffscrew und dem Busfahrer vielen Dank von all den
begeisterten Mitfahrern für die schöne Fahrt in den Frühling.

Jahresabschluss- & Weihnachtsfeier 2009
Von
Doris Klein, Vorstandsmitglied für Reisen, Kultur und Sport
Nach geleisteter
Arbeit soll man auch feiern! Deshalb trafen sich am Donnerstag, dem 17.
Dezember 2009, 138 Teilnehmer in der festlich geschmückten Stadthalle.
Davon waren 125 Mitglieder, 11 Partner als Gäste und unser langjährige
Sporttrainer H. G. Dahms mit Partnerin.
Nach Eröffnung der
festlichen Zusammenkunft durch unseren Vorsitzenden. J. Klein, und einem
Glas Sekt für vollbrachte Verbandsarbeit und gute Wünsche für die
Zukunft jedes Einzelnen, mundeten Kaffee und Kuchen.
Zu beschwingten
Klängen des Duos Albrecht wurde fleißig getanzt, sich unterhalten und
herzlich gelacht.
Jutta
Steinbach, unser Verbandsmitglied, unterhielt uns mit einem lustigen Brieftext, der so richtig in
den schönen Spätnachmittag passte.
Die Sängerin Frau
Quaas leistete mit ihrem Programm einen wertvollen kulturellen Beitrag
für unsere Begegnung. Sie erhielt viel Beifall.
Das Abendbrot, von der Gaststätte „Waldkater"
liebevoll zubereitet, mundete vortrefflich und rundete
unsere Feier wunderbar ab.
Mit Wehmut mussten
wir zwei langjährige aktive Mitglieder, Ursula Schneider und Rainer
Grocholl zum BSV Strausberg verabschieden. Nach ein paar Tänzchen und
guten Wünschen für die Weihnachtstage und einen „Guten Rutsch" ins Jahr
2010 traten wir alle den Heimweg an.
Dank auch an das
Team vom "Waldkater", das mitgeholfen hat, dass unsere Feier so gut
gelungen war.


Eine
bemerkenswerte
Veranstaltung und ein Nachspiel
Von Günther Grübel,
Vorstandsmitglied
Im März 2009
fand eine Mitgliederzusammenkunft des BSV-Ortsverbandes Bernau gemeinsam
mit dem Ortsverband Barnim der GBM und weiteren Seniorenverbänden statt.
Auf Einladung unseres Verbandes sprach die Bundestagsabgeordnete der
LINKEN, Frau Dr. Dagmar Enkelmann, vor 174 Rentnerinnen und Rentnern in
der Stadthalle Bernau, zum Thema „Probleme der aktuellen Bundes- und
Sozialpolitik“.
In
ihren Ausführungen nahm sie Stellung zur Finanz- und Wirtschafts-krise,
verbunden mit den Konjunkturpaketen der Bundesregierung, zum
Gesundheitsfonds und der Pflegeversicherung sowie zur Reform der
Rentensysteme mit dem Schwerpunkt Angleich-ung des aktuellen Rentenwertes
Ost an West noch in dieser Legislaturperiode.
Sie betonte, dass die gegenwärtige Politik von Aktionismus
gekenn-zeichnet ist.
Die BRD befindet sich in einer Systemkrise; ihre
neoliberale Politik hat verheerende Folgen für die Menschen; viele
entscheidende Probleme (Klimaschutz, Verminderung der Rüstungsausgaben,
Sozialpolitik) werden nicht oder ungenügend behandelt.
Seit Jahren gibt
es eine Schieflage in der Politik; das wird jetzt besonders deutlich in
der Wirtschafts- und Finanzkrise und ihren Folgen (vor allem wachsen-de
Arbeitslosigkeit u.a.). Die Kontrolle des Staates (z.B. bei den Börsen
und Banken) fehlt vielfach. Die LINKE fordert entsprechen-de Maßnahmen
zur Bewältigung der Krise aber die „Rettungspläne“ der Regierung sind
nicht ausreichend und kommen zu spät (Rettung von Privatbanken,
Bundeshaushalt verstärkt auch für Rüstung, Abwrackprämie nur für
Autokonzerne, Investitionsprogramme nicht gezielt und keine wirkliche
Hilfe.) - Das Beispiel OPEL ist charakteristisch!
Forderungen der
LINKEN sind:
-
Hilfe für die wirklich Bedürftigen,
-
Stärkung der Kaufkraft der Bevölkerung,
-
Förderung der Beschäftigung - Beteiligung der Arbeiter an den Gewinnen
der Betriebe,
-
ein sozial gerechtes Steuersystem.
Die
Gesundheitsreform ist gescheitert! Der Gesundheitsfonds ist keine
Lösung - Mehrbelastung und Ungerechtigkeiten müssen vermieden werden;
die Pflegereform ist nicht konsequent durchgeführt (Pflegestufen!). Die
Forderung lautet: Schaffung eines Leistungskatalogs.
Zur Rente sind
zentrale Auseinandersetzungen vorauszusehen - viele Menschen kommen in
Zukunft mit der Rente nicht mehr aus. Die LINKE fordert zur Sicherung
des Lebens eine solidarische und paritätische Regelung; Beseitigung der
Riester-Rente, Angleichung des aktuellen Rentenwertes Ost an West (vgl.
Anträge der LINKEN im BT) - am 4. Mai 2009 wird im BT eine öffentliche
Anhörung stattfinden.
Die Rentenpolitik betrifft auch unsere Kinder und Enkel. Im Zusammenhang
mit der Überwindung der Krise müssen wir alle etwas tun (nicht nur in
den Parlamenten!), um Gesellschaftsprobleme zu lösen - der Kapitalismus
wird nicht so schnell „abdanken“.
Die Referentin schließt mit der Aufforderung an die Anwesenden, die
Kandidaten für die bevorstehenden Wahlen gründlich zu prüfen.
Beim anschließenden Gedankenaustausch gab es Zustimmung zu den
Darlegungen und zu zwei Dokumenten:
1.
Brief an die
Bundeskanzlerin mit den Forderungen der Rentner, insbesondere zur
Angleichung des aktuellen Rentenwertes Ost an West;
2.
Presseerklärung mit
dem Standpunkt der 174 Teilnehmer an der Zusammenkunft.
Als Reaktion
auf den Abdruck der Presseerklärung in der Märkischen Oderzeitung unter
der Überschrift „Wachsender Unmut bei den Rentnern“ erschien (ebenfalls
in der MOZ) ein Beitrag, der eine üble Verleumdung und eine Beleidigung
aller um ihre Rechte kämpfenden Seniorenverbände darstellt. So wurde ein
teilnehmender Seniorenverband als eine „Tarnorganisation von Stasi- und
SED-Kadern“ bezeichnet.
Daraufhin hat Prof. Heinz-Dieter Haustein, Mitglied unseres
Ortsverbandes, den nachfolgenden Artikel verfasst, der ebenfalls in der
MOZ veröffentlicht wurde:
„Die politische
Denunziation hat eine lange Geschichte in Deutschland. Im 19.
Jahrhundert hieß das Denunziationswort der damals Mächtigen "Demokrat".
Im folgenden Jahrhundert waren es in der Nazizeit die D-Worte "Jude" und
"Kommunist", von denen das Letztere im Westen Deutschlands nach 1945
nahtlos überlebte. Nach der Wende florierte im Osten das D-Wort "Stasi",
was mögen die Bayern dabei gedacht haben, ist es doch bei ihnen die
Kurzform eines häufigen weiblichen Vornamens. Es wird bei uns weiter
sorgfältig gepflegt, kürzlich hat Gero von Böhm in seinem
Fernsehinterview mit Christa Wolf es nicht versäumt, die achtzigjährige
Jubilarin nach ihrer Stasi-Tätigkeit zu fragen. Die
bundesdeutsch-traditionelle Stufenleiter Schadenfreude-Häme-Denunziation
kann man jetzt genügend oft bemerken, sie flimmert laufend über die
Mattscheibe. Seltsam, sie war uns früher in der kleinen altmodischen DDR
viel weniger bekannt. Nun lese ich in der MOZ ein neues D-Wort: eine
"Tarnorganisation von Stasi- und SED-Kadern unterwandert unsere Bernauer
Senioren." Gemeint ist die Gesellschaft für Bürger- und Menschenrechte
GBM, die am 31. Mai 1991 von Wissenschaftlern, Künstlern,
Schriftstellern und Theologen gegründet wurde. Im Jahre 2000 erhielt zum
Beispiel Käthe Reichel den Jahrespreis der GBM (www.gbmev.de).
Was soll ich dazu sagen. Ich bin einfach traurig darüber, dass wir
Deutschen aller politischen Couleur sehr wenig aus der Geschichte
lernen. Man kann die gleichen Mechanismen der politischen Denunziation
schon bei Kurt Tucholsky vor 80 Jahren nachlesen“.

"Kahn der fröhlichen Leute"
Bernauer Senioren eroberten den Spreewald
Von
Doris Klein, Vorstandsmitglied für Reisen, Kultur und Sport
Der Wettergott
meinte es gut mit uns. Sonne, angenehme Temperaturen - und 52 Mitglieder
unseres Ortsverbandes mit einigen Gästen fuhren frohen Mutes in den
Spreewald nach Lübbenau.
Auf zwei Kähnen
wurden wir durch die idyllischen Fließe zur Gaststätte „Spreewaldhof
Opitz" gestakt. Viele interessante Informationen über den Spreewald
einst und jetzt erhielten wir unterwegs. Natürlich wurden an den Ufern
Spreewaldgurken in verschiedenen Arten und Schmalzbrote zum Kosten
angeboten.

Gestärkt vom guten
Mittagessen fuhren wir wieder zum Hafen zurück. Dabei sahen wir die alte
Schule, über 100-jährige Gebäude und viele touristische Angebote zum
Verweilen im Spreewald.
Da einigen doch
schon das Laufen schwer fiel, brachte uns die „Bimmelbahn" zum
Parkplatz. So lernten wir auch gleich noch die Innenstadt Lübbenaus
kennen. Anschließend ging es nach Burg. Den Bismarckturm mit wunderbarem
Rundumblick, wenn man ihn über 137 Stufen erkletterte, kannten die
meisten nicht.
In der Kräutermühle
Burg erwarteten uns Kaffee und Kuchen. Ein frischge-backenes, noch
warmes Kräuter- oder Mischbrot wanderte in die meisten Taschen und
verbreitete einen verführerischen Duft.
Zufrieden und um
viele Erkenntnisse reicher brachte uns unser Busfahrer Klaus von der
Firma Sdunek wieder nach Bernau zurück.
Fazit:
Der Spreewald ist immer eine Reise wert!

Megakrise
Zeitenwechsel des
Geldkapitals in der Geschichte
Von Prof. Dr. Heinz-Dieter Haustein, Mitglied des Seniorenverbandes
Inhalt:
Seite:
Vom Bankkapital zum
Finanzkapital
3
Finanzkapital in
den USA bis zur „Mutter der Krisen“
6
Regulierung mit dem
New Deal
9
Deregulierung als
Wundermittel gegen fallende Profitraten 14
Wehe, wenn sie
losgelassen, wachsend ohne Widerstand …
20
Finanzkapital im
globalen freien Flug
23
Universelle
Wechselwirkung der Krisenfaktoren statt Monokausalität 29
Menetekel der
Megakrise
34
Der Finanzhimmel
wird geerdet
42
Rette sich wer
kann
47
Was kommt danach
?
55
Literatur
65
Letzter Absatz der
66-Seiten-Studie:
"Ohne Verbindung
einer solidarischen Ökonomie mit der Schonung unseres irdischen
natürlichen Habitats und einem neuen Humanismus hat die Menschheit keine
Chance. Merkmale der solidarischen und kollektivistischen Ökonomie sind:
Soziales Grundeinkommen, basisdemokratische Mitbestimmung, wachsende
Ressoucenproduktivität, Verringerung der Jahresarbeitszeit pro Kopf, selbstverwaltete Unternehmen, schrittweise Reduzierung und Begrenzung
des Finanzkapitals und der Konzentration des Realkapitals, ökologisch
und sozial orientiertes Zins- und Börsensystem, alternative Banken im
lokalen und regionalen Umfeld, genossenschaftliches, kommunales und
staatliches Eigentum an den Produktionsmitteln als vorrangige
Eigentumsformen neben klein- und mittelgewerblichem Privateigentum,
sozial ausgewogenes Steuersystem, strenge Regulierung des Wettbewerbs,
Einführung von Formen des Lokalgeldes usw. Die Menschen, die sich für
einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts einsetzen, haben einen großen
Vorteil, sie kennen die Erfahrungen des nach sieben Jahrzehnten
gescheiterten europäischen Staatssozialismus, der sich, wohl
einzigartig, von der Bühne der Weltgeschichte friedlich verabschiedet
hat."
Prof. Dr. rer. oec.
habil Heinz-Dieter Haustein
e-Mail: Heinz-D.Haustein@t-online.de
PS: Die Studie kann
als pdf-Datei unter folgendem Link gelesen und heruntergeladen werden:
http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/haustein_megakrise.pdf

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Zeitzeugen melden sich zu Wort
von Doris
Grübel, Arbeitsgruppe Zeitzeugen
Was wissen
die heute 20-Jährigen und Jüngere, wie ihre Großelterngeneration gelebt
und empfunden hat? Was wissen sie vom Leben in der Nachkriegszeit und in
der DDR? Wenig oder nichts. Daran ein wenig zu ändern, hatten wir uns
vorgenommen.
Wir, das sind Interessierte aus dem Seniorenverband Bernau bei Berlin.
Und so
entstand die Arbeitsgruppe "Zeitzeugen", die jetzt ihre 2. Broschüre
vorlegen konnte. Verschönert wurde dieses Heft noch durch das Einfügen
von Bildern unserer Hobbymalerin Ursula Schneider.
Und die Schwierigkeiten, die es gibt, um so etwas drucken zu können, hat
unser Vorsitzender, Herr Klein, mit seinem Organisationstalent aus dem
Weg geräumt. So konnte die Broschüre auf der Zusammenkunft im Februar
den Mitgliedern des Ortsverbandes überreicht werden.
Wenn das für
unsere Arbeitsgruppe kein Grund zum Feiern war!
Also trafen
sich die "Mitarbeiter" in der kleinen gemütlichen Gaststätte "Zum
Waldblick" in Bernau-Waldfrieden. Aber wir haben nicht nur auf unseren
Erfolg angestoßen und über die vergangene Arbeit gesprochen, wir haben
auch Gedanken, Vorschläge und Anregungen für die weitere Arbeit
ausgetauscht. Schließlich gibt es noch sehr viel aus unserem Leben zu
berichten.

Das Foto zeigt, wie sich die
Mitstreiter der Arbeitsgruppe "Zeitzeugen" über ihre Broschüre freuen,
und strahlt zugleich Optimismus aus, den wir brauchen, um weiterhin
erfolgreich schreiben zu können.

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Klosterbier und Schlaubetal
von Doris KLEIN, Vorstandsmitglied
des Seniorenverbandes
Schönheiten bietet
unser Brandenburg sehr viele. Eine Perle an der Oder und Neiße ist die
Klosteranlage Neuzelle. 57 Mitglieder des Brandenburgischen
Seniorenverbandes, Ortsverband Bernau, besuchten diese Sehenswürdigkeit.
Gehört hatte man schon einiges, aber wer wusste schon, dass das Kloster
in Neuzelle zu den wenigen vollständig erhaltenen und größten Anlagen
Mitteleuropas zählt. Eine gute Führung brachte uns dies alles näher.

Beim Kloster darf
natürlich eine Brauerei nicht fehlen. So probierten wir von 15
verschiedenen Biersorten vier zu einem Imbiss von Schmalz und frischem
Brot. Dabei wurde die Geschichte der Brauerei und ihr Kampf nach 1990
für ihr Weiterbestehen erläutert. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir
nach dem Mittagessen zum idyllisch gelegenen Wirchensee. Zwischen zwei
Seen und nahe der Schlaubequelle liegt ein Gasthaus.
Müde, aber mit
vielen Erkenntnissen und Naturerlebnissen reicher, fuhren wir in unser
Bernau zurück.

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Gemeinsames
Kaffeetrinken
von
Lore Gaebler, Mitglied des Seniorenverbandes
Am 18.05.2009 haben
wir, 13 Mitglieder des Brandenburgischen Seniorenverbandes, Ortsverband
Bernau, eine Einladung zu gemütlichem Kaffeetrinken im Kurhotel Seepark
im Dorf Wandlitz erhalten.
Da das Wetter schön war, konnten wir den Nachmittag im Freien
verbringen. Bei einem Glas Sekt und ein paar netten Worten zur Begrüßung
von Jochen Klein, unserem Vorsitzenden, ließen wir uns Kaffee und Kuchen
schmecken.
In unseren
anschließenden Gesprächen schwelgten wir in Erinnerungen an frühere
Zeiten und für mich war es ganz besonders interessant, da ich von
1961-1971 auf diesem Gelände, das damals eine Entenfarm war, gelebt und
gearbeitet habe.
Aber auch aktuelle Themen, wie die Wirtschaftskrise, Rentenerhöhungen
und auch wieder -kürzungen oder die bevorstehende Europawahl erhitzten
die Gemüter.

Eins, zwei, drei
war die Zeit vergangen und wir starteten wieder nach Hause. Wir fanden
es eine gute Idee, die Mitglieder, die aus den verschiedensten Gründen
das reichhaltige Angebot an Veranstaltungen unseres Ortsverbandes nicht
wahrnehmen können, auf diese Weise einzubeziehen.
Im Namen aller Mitglieder,
die teilgenommen haben,
möchte ich dem Vorstand dafür Danke sagen. Es war ein gelungener
Nachmittag.

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AUS MEINEM LEBEN -
Chor
der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft 1967 bis 1994 in Bernau
von
Rudi
Rusche,
Verbandsmitglied und Zeitzeuge
Durch
die einmalige Gelegenheit, dass deutsche und sowjetische Angestellte des
Handels des ehemaligen Kreises Bernau gemeinsame Verantwortung für die
Versorgung der Bevölkerung trugen, suchten wir über die Gewerkschaft den
Weg zu einer engen Zusammenarbeit und einem Erfahrungsaustausch mit den
russischen Verkäuferinnen und der Leitung des Handelsbetriebes. Wir
tauschten uns mindestens einmal im Quartal aus. Mitglieder des örtlichen
russischen Komitees der Gewerkschaft nahmen an Sitzungen der
Gewerkschaft Handel, Nahrung und Genuß sowie an Neuererkonferenzen teil.
Damit war die Verbindung zwischen den gewerkschaftlichen Vertretungen
hergestellt.
Aus der
Zusammenarbeit der Mitarbeiter der Sowjetischen Handelsabteilung 136 in
Bernau und denen des HO-Kreisbetriebes Bernau entstand der 'Chor der
deutsch-sowjetischen Freundschaft' im Jahre 1967, der in seiner Form und
Zusammensetzung
- 15 sowjetische und
15 deutsche Verkäuferinnen sowie ein Mann –
einmalig in der DDR
war.
Wir bekamen den
Hinweis, dass einige Frauen von Offizieren der Bernauer Garnison
Musikpädagogen sind. Unsere erste Musikpädagogin wurde Irina Wewenko.
Unser Chor war weit über die Grenzen
unseres Kreises anerkannt. Zu seinen Höhepunkten zählten die kreislichen
und bezirklichen Sängerausscheide, die jährlich stattfanden. Auch
Auftritte in der Bach-Halle in Frankfurt/Oder, in der Deutschen
Staatsoper und der Komischen Oper bei besonderen Anlässen, im Gästehaus
der Ministerien, im Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft in Berlin
und auf der Weltkonferenz der Arbeiter der Lebensmittelindustrie und des
Hotelwesens gehörten zu unserem Programm.
Ebenso gestalteten wir die Feier zum
10. Jahrestag des gemeinsamen Weltraumfluges UdSSR - DDR im Haus der
Sowjetischen Kultur und Wissenschaft in Berlin (s. Bild vom Auftritt).
Auch waren wir Gäste der
Sendung
„7 bis 10 - Sonntag morgen in Spree-Athen“, in Sendungen des Berliner
Rundfunks, von „Stimme der DDR“ sowie des Radiosenders „Wolga“.
Unvergessen sind unsere
Freundschaftstreffen mit früheren Chormitgliedern 1979 in Leningrad und
1981 in Kiew. Zu diesen Treffen reisten die Freunde aus bis 3000 km
entfernten Wohnorten an.
Im Mai 1989 erhielten wir eine
hohe Auszeichnung: eine Reise nach Moskau und Tbilissi
(Grusinische SSR) mit allen deutschen
und russischen Chormitgliedern. Dieses Ereignis wurde auch im Fernsehen
der UdSSR ausgestrahlt, und so konnten die in Bernau gebliebenen
Ehemänner der Russinnen teilweise unsere Reise miterleben.
Für unsere hervorragende Arbeit
erhielten wir viele Auszeichnungen, so die Medaille "Ausgezeichnetes
Volkskunstkollektiv der DDR", das "Friedensdiplom" des Ministeriums für
Kultur und 1987, zum 20jährigen Bestehen unseres Chores, wurden wir mit
dem "Kunstpreis der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft"
geehrt.
Ich habe meine
umfangreichen Erlebnisse in einer Dokumentationsmappe - 120 Seiten -
niedergeschrieben. Außerdem gibt es einen Beitrag von mir im
Zeitzeugenheft 2008 unseres Seniorenverbandes.

Interessieren Sie sich
für den Beitritt zum Seniorenverband Bernau?
Auf der Seite
Kontakt können Sie eine Word- oder eine
pdf-Datei als Aufnahmeantrag ausdrucken.

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